Die Störung von Brandon Q. Morris

Die Störung, ein Science Fiction Roman von Brandon Q. Morris

Wir befinden uns auf einer Mission mit der Shepherd I, einer Raumstation, die bis zum Rand unseres Sonnensystems gereist ist. Sie hat die Aufgabe, mit der solaren Gravitationslinse bis zum Urknall zu schauen. Vier Astronauten erhalten die für die Menschheit wichtige Aufgabe, die Shepherd dorthin zu bringen und die Experimente durchzuführen. 

Die Ergebnisse könnten nichts weniger Wichtiges als den Gottesbeweis erbringen.

Parallel zum Team auf der Shepherd erfahren wir von Rachel, die auf der Erde die CapCom in Houston ist. Sie übernimmt den Posten und ist verantwortlich für die Astronauten.

Merkwürdig sind die Zeitunterschiede der verschiedenen Perspektiven. Sie geben dem Science Fiction Roman von Anfang an ein wenig Spannung. Denn auf der Shepherd ist es 2094 in Houston 2079.  Wie kommt dieser mysteriöse Zeitunterschied zu Stande? Dennoch interagieren Rachel und die Astronauten über die 4 Lichttage Entfernung.

Der Ablauf hier wirkt teilweise hölzern und konstruiert. Mir ist bis jetzt nicht klar, warum die Astronauten und Rachel immer vier Tage auf eine Antwort warten, anstatt wichtige Nachrichten immer gleich zu senden. Auch wenn die Nachricht vier Tage unterwegs ist. 

Die Geschichte an sich ist leider nicht sehr spannend. Es passiert einfach zu wenig Zwingendes, die Konflikte sind nicht sehr endgültig und hinterließen bei mir teilweise ein Schulterzucken. 

Das liegt auch daran, dass die Perspektiven oft springen und die Charaktere keine Tiefe haben bzw. Stereotype sind. Dies wiederum hat etwas mit dem Twist der Story zu tun, den ich nicht verraten werde. Dennoch vermute ich, dass gerade dieser Twist der Geschichte selbst ein Bein stellt.

Lesenswert ist das Buch allemal. Darin stecken eine Menge großartige Ideen des Autors. Er ist tief mit der Quantenphysik verbunden und alles Dargestellte ist theoretisch möglich. Daraus entsteht die Faszination des Buches. Da ich gerne Fachbücher lese, habe ich es irgendwann sozusagen als solches betrachtet. 

Ein paar Kleinigkeiten sind dem Lektorat entgangen. Was am meisten heraussticht, sind die Verwechslung von scheinbar und anscheinend. Vielleicht wird das für die nächsten Leser noch einmal überarbeitet. 

Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Quanten.

Das war mein erstes Science Fiction Buch des Autors und ich werde definitiv noch weitere ausprobieren.

Wenn du Quantentheorie interessant findest, dann schau dir unbedingt Piloten des Zorns an.

Brandon Q. Morris Die Störung